Aktien, ETFs, Anleihen, viele Begriffe aus der Finanzwelt klingen komplizierter, als sie sind. Dieser Beitrag erklärt die wichtigsten Grundlagen des Investierens in einfachen Worten, ohne Empfehlungen und ohne Fachchinesisch.
Das Wichtigste in Kürze
- Aktien, ETFs und Anleihen sind drei häufig genannte Anlageformen, die sich in ihrer Funktionsweise grundlegend unterscheiden.
- Risiko bedeutet bei Geldanlagen vor allem, dass der Wert schwanken kann und Verluste möglich sind. Auch bei Anleihen gibt es Risiken, etwa durch Zinsänderungen.
- Streuung, auch Diversifikation genannt, ist ein Grundprinzip, das darauf abzielt, Risiken zu verteilen.
- Bei jeder Geldanlage können Kosten anfallen, etwa in Form von Gebühren oder laufenden Verwaltungskosten. Die Kostenstruktur unterscheidet sich je nach Anlageform.
- Der Zeithorizont, also die geplante Dauer einer Anlage, spielt eine wichtige Rolle bei der Einordnung von Chancen und Risiken.
Was sind eigentlich Aktien, ETFs und Anleihen?
In Gesprächen über Geldanlage fallen bestimmte Begriffe immer wieder. Drei davon tauchen besonders häufig auf und bilden für viele Menschen den Einstieg in das Thema Investieren. Gemeint sind Aktien, ETFs und Anleihen. Alle drei gehören zu den sogenannten Wertpapieren, unterscheiden sich aber erheblich in ihrer Funktionsweise. Um den Unterschied zu verstehen, hilft es, die Art der Kapitalüberlassung zu betrachten.
Aktien als Eigenkapital
Eine Aktie ist ein Anteil an einem börsennotierten Unternehmen. Wer eine Aktie kauft, erwirbt Eigenkapital und wird damit Aktionär mit bestimmten Mitgliedschaftsrechten, wenn auch in sehr kleinem Umfang. Die mögliche Rendite bei Aktien setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen. Zum einen aus Kursgewinnen, wenn der Wert der Aktie steigt. Zum anderen aus möglichen Gewinnausschüttungen, den sogenannten Dividenden. Ob und in welcher Höhe Dividenden gezahlt werden, hängt vom jeweiligen Unternehmen ab und kann sich von Jahr zu Jahr verändern.
Als Miteigentümer trägt man das volle unternehmerische Risiko. Der Wert einer Aktie kann innerhalb kurzer Zeiträume deutlich steigen, aber auch deutlich fallen. Im äußersten Fall, etwa bei einer Insolvenz des Unternehmens, ist ein Totalverlust des eingesetzten Geldes möglich.
Anleihen als Fremdkapital
Eine Anleihe, auch Bond oder Rentenpapier genannt, funktioniert nach einem grundlegend anderen Prinzip. Wer eine Anleihe kauft, stellt dem Herausgeber Fremdkapital zur Verfügung, gibt also gewissermaßen einen Kredit. Der Herausgeber kann ein Unternehmen sein, aber auch ein Staat.
Im Gegenzug erhält der Käufer häufig einen festen jährlichen Zins, der als Kupon bezeichnet wird. Es gibt allerdings auch variabel verzinste Anleihen oder solche, die ganz ohne laufende Zinszahlung auskommen. Am Ende der vereinbarten Laufzeit wird der ursprüngliche Betrag, der sogenannte Nennwert, zurückgezahlt.
Anleihen gelten im Allgemeinen als weniger schwankungsanfällig als Aktien. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie risikofrei wären. Auch bei Anleihen gibt es verschiedene Risiken, auf die im weiteren Verlauf des Beitrags noch eingegangen wird.
ETFs als gebündelte Anlage
Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Fund, auf Deutsch etwa „börsengehandelter Fonds". Ein ETF ist ein Investmentfonds, der an der Börse gehandelt wird und in der Regel passiv einen bestimmten Index nachbildet. Ein Index ist eine Art Liste, die die Entwicklung einer bestimmten Gruppe von Unternehmen oder Märkten darstellt. Ein bekanntes Beispiel ist der DAX, der die Kursentwicklung der 40 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland abbildet.
Anstatt selbst einzelne Wertpapiere auszuwählen, investiert man mit einem ETF in einen vorgefertigten Korb aus vielen verschiedenen Wertpapieren, häufig Hunderte oder sogar Tausende. Durch diese Bündelung ergibt sich automatisch eine gewisse Streuung. Dennoch können auch ETFs an Wert verlieren, etwa wenn ein ganzer Markt oder eine Branche schlecht abschneidet.
Ein Aspekt, der im Zusammenhang mit ETFs häufig genannt wird, ist ihr Status als Sondervermögen. Bei vielen Fonds, etwa solchen nach europäischem UCITS-Standard, ist das Fondsvermögen rechtlich vom Vermögen der Kapitalverwaltungsgesellschaft getrennt. Das soll dazu beitragen, das investierte Kapital im Falle einer Insolvenz der Gesellschaft zu schützen. Die konkreten Details hängen jedoch vom jeweiligen Fonds und dem geltenden Rechtsrahmen ab.
Wo liegt der wesentliche Unterschied?
Vereinfacht gesagt liegt der Kern des Unterschieds in der Art der Beteiligung. Wer eine Aktie kauft, wird Aktionär und trägt unternehmerisches Risiko. Wer eine Anleihe kauft, wird Gläubiger und stellt Kapital zur Verfügung, das zurückgezahlt werden soll. Ein ETF wiederum ist ein Fonds, dessen Anteile an der Börse gehandelt werden. Er bündelt verschiedene Wertpapiere, häufig Aktien, manchmal auch Anleihen oder eine Mischung aus beidem.
Was bedeutet Risiko bei der Geldanlage?
Der Begriff Risiko wird in der Finanzwelt ständig verwendet, und doch bleibt er für viele Menschen schwer greifbar. Im Alltag wird Risiko häufig mit Gefahr gleichgesetzt. Bei Geldanlagen ist die Bedeutung etwas differenzierter.
Schwankungen als Ausdruck von Unsicherheit
Risiko beschreibt bei Geldanlagen in erster Linie die Möglichkeit, dass sich der Wert einer Anlage anders entwickelt als erwartet. Das kann in beide Richtungen geschehen. Der Wert kann stärker steigen als gedacht, er kann aber auch fallen. Diese Schwankungen werden in der Fachsprache als Volatilität bezeichnet.
Je stärker eine Anlage in ihrem Wert schwankt, desto höher wird ihr Risiko eingeschätzt. Aktien schwanken in der Regel stärker als Anleihen. ETFs liegen je nach Zusammensetzung irgendwo dazwischen, tendieren bei reinen Aktien-ETFs aber eher in Richtung der Aktienseite.
Verschiedene Arten von Risiko
Neben den allgemeinen Kursschwankungen gibt es weitere, spezifischere Risiken, die je nach Anlageform unterschiedlich stark ausgeprägt sein können.
Bei Aktien ist das zentrale Risiko das unternehmerische Risiko. Entwickelt sich ein Unternehmen schlecht oder wird es insolvent, kann der Wert der Aktie stark fallen oder im äußersten Fall vollständig verloren gehen.
Bei Anleihen spielen vor allem zwei Risiken eine Rolle. Das Emittentenrisiko beschreibt die Möglichkeit, dass der Herausgeber der Anleihe seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Daneben gibt es das Zinsänderungsrisiko. Steigen die allgemeinen Marktzinsen, fallen in der Regel die Kurse bestehender Anleihen, da deren fester Kupon im Vergleich zu neuen Anleihen mit höherem Zins an Attraktivität verliert. Wer eine Anleihe vor dem Ende der Laufzeit verkaufen möchte, kann in einem solchen Fall Verluste erleiden.
Bei breit gestreuten ETFs ist ein Totalverlust zwar deutlich unwahrscheinlicher als bei einer einzelnen Aktie, theoretisch aber nicht vollständig ausgeschlossen. Die konkreten Risiken eines ETFs hängen davon ab, welche Wertpapiere er enthält.
Risiko ist nicht nur eine Zahl
Es ist wichtig zu verstehen, dass Risiko nicht nur eine mathematische Größe ist. Es hat auch eine sehr persönliche Seite. Wie viel Schwankung jemand aushält, ohne nervös zu werden oder voreilige Entscheidungen zu treffen, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die eigene finanzielle Situation, die persönlichen Erfahrungen mit Geldanlagen und auch das allgemeine Sicherheitsbedürfnis. Was für eine Person als tragbar empfunden wird, kann für eine andere bereits Unbehagen auslösen.
Streuung und Diversifikation
Die Grundidee hinter der Streuung
Streuung, in der Fachsprache Diversifikation genannt, gehört zu den am häufigsten genannten Grundprinzipien beim Investieren. Die Idee dahinter ist einfach. Wer sein Geld auf verschiedene Anlagen verteilt, ist weniger abhängig davon, wie sich eine einzelne Anlage entwickelt.
Ein anschauliches Bild dafür ist das Sprichwort „Nicht alle Eier in einen Korb legen". Wenn ein Korb herunterfällt, sind nicht alle Eier betroffen, sofern sie auf mehrere Körbe verteilt wurden. Übertragen auf Geldanlagen bedeutet das, dass Verluste in einem Bereich durch eine stabilere Entwicklung in anderen Bereichen zumindest teilweise aufgefangen werden können.
Verschiedene Ebenen der Streuung
Streuung kann auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden. Es ist möglich, innerhalb einer Anlageform zu streuen, also beispielsweise Aktien verschiedener Unternehmen zu halten. Es ist auch möglich, über verschiedene Anlageformen hinweg zu streuen, also etwa Aktien und Anleihen zu kombinieren. Darüber hinaus kann Streuung über verschiedene Regionen, Branchen oder Währungen erfolgen.
ETFs nutzen dieses Prinzip gewissermaßen von Haus aus. Wer einen breit aufgestellten ETF kauft, investiert automatisch in eine Vielzahl von Wertpapieren und erreicht damit bereits eine gewisse Streuung innerhalb der jeweiligen Anlageform. Je nach ETF kann diese Streuung wenige Dutzend, aber auch mehrere Hundert oder Tausend Einzelwerte umfassen.
Was Streuung leisten kann und was nicht
Durch die breite Verteilung über verschiedene Anlagen können sogenannte unsystematische Risiken verringert werden. Gemeint sind Risiken, die einzelne Unternehmen oder Branchen betreffen, etwa die Insolvenz eines bestimmten Unternehmens. Streuung kann jedoch nicht alle Risiken ausschalten. Wenn die Finanzmärkte insgesamt stark fallen, sind in der Regel auch breit gestreute Anlagen davon betroffen. Man spricht in diesem Fall von systematischem Risiko, also dem allgemeinen Marktrisiko, das sich durch Streuung allein nicht beseitigen lässt.
Typische Kostenbegriffe bei Geldanlagen
Warum Kosten eine Rolle spielen
Bei jeder Geldanlage können Kosten entstehen. Diese Kosten verringern die Rendite, also den Ertrag, der am Ende übrig bleibt. Deshalb kann es hilfreich sein, zumindest ein grundlegendes Verständnis der gängigsten Kostenbegriffe zu haben.
Kauf- und Verkaufsgebühren
Beim Kauf oder Verkauf von Wertpapieren fallen in der Regel Gebühren an, die auch als Ordergebühren oder Transaktionskosten bezeichnet werden. Diese Gebühren werden von der Bank oder dem Anbieter erhoben, über den der Kauf oder Verkauf abgewickelt wird. Die Höhe kann je nach Anbieter und Art des Wertpapiers unterschiedlich ausfallen.
Die TER bei Fonds und ETFs
Ein Begriff, der im Zusammenhang mit ETFs und anderen Fonds besonders häufig fällt, ist die TER. Die Abkürzung steht für Total Expense Ratio, auf Deutsch etwa „Gesamtkostenquote". Die TER gibt an, welcher Anteil des investierten Geldes jährlich für die Verwaltung des Fonds aufgewendet wird. Dieser Betrag wird nicht gesondert in Rechnung gestellt, sondern direkt aus dem Fondsvermögen entnommen, was sich auf die Wertentwicklung auswirkt.
Die TER umfasst typischerweise die Verwaltungsgebühren, die Kosten für die Depotbank des Fonds und weitere laufende Aufwendungen. Nicht enthalten sind allerdings alle Kosten. Transaktionskosten innerhalb des Fonds oder mögliche Steuern werden von der TER in der Regel nicht erfasst.
Unterschiede in der Kostenstruktur
Die Kosten unterscheiden sich je nach Anlageform und Produkttyp zum Teil erheblich. ETFs, die einen Index passiv nachbilden, kommen ohne einen aktiven Fondsmanager aus, der einzelne Wertpapiere gezielt auswählt. Das schlägt sich typischerweise in niedrigeren laufenden Kosten nieder. Aktiv verwaltete Fonds, bei denen ein Fondsmanagement gezielt Anlageentscheidungen trifft, weisen in der Regel eine höhere TER auf. Zusätzlich können bei aktiven Fonds sogenannte Ausgabeaufschläge anfallen, also einmalige Gebühren beim Kauf von Fondsanteilen, die bei ETFs üblicherweise nicht erhoben werden.
Depotgebühren
Wertpapiere werden in einem sogenannten Depot aufbewahrt, vergleichbar mit einem Konto, das speziell für Wertpapiere eingerichtet ist. Für die Führung eines solchen Depots können Gebühren anfallen. Ob und in welcher Höhe Depotgebühren erhoben werden, hängt vom jeweiligen Anbieter ab.
Was Kosten für die Anlage bedeuten
Kosten wirken sich über die gesamte Dauer einer Anlage aus. Auch wenn einzelne Beträge gering erscheinen, können sie sich über Jahre summieren und den Ertrag spürbar beeinflussen. Es kann daher sinnvoll sein, die Kostenstruktur einer Anlage zu kennen, bevor man sich für oder gegen ein bestimmtes Produkt entscheidet. Bei Unsicherheiten kann eine unabhängige Beratung weiterhelfen.
Der Zeithorizont als Konzept
Was mit Zeithorizont gemeint ist
Der Zeithorizont beschreibt den Zeitraum, für den eine Geldanlage vorgesehen ist. Gemeint ist also die Frage, wie lange das angelegte Geld voraussichtlich investiert bleiben soll, bevor es benötigt wird.
Warum der Zeithorizont eine Rolle spielt
Der Zeithorizont beeinflusst, wie sich Schwankungen auf eine Anlage auswirken können. Bei kurzen Zeiträumen fallen Wertschwankungen stärker ins Gewicht, da weniger Zeit bleibt, mögliche Verluste durch eine spätere Erholung auszugleichen. Bei längeren Zeiträumen können kurzfristige Schwankungen an Bedeutung verlieren, da sich die Märkte historisch betrachtet über längere Phasen hinweg tendenziell erholt haben.
Das bedeutet nicht, dass ein langer Zeithorizont Verluste ausschließt. Vergangene Entwicklungen lassen keine sicheren Rückschlüsse auf die Zukunft zu. Der Zeithorizont ist lediglich ein Faktor unter vielen, der bei der Einordnung von Chancen und Risiken eine Rolle spielen kann.
Zeithorizont und Lebensphase
In der zweiten Lebenshälfte verändert sich der Zeithorizont für viele Menschen. Wer bereits im Ruhestand ist oder kurz davorsteht, hat in der Regel einen anderen zeitlichen Rahmen als jemand, der noch mehrere Jahrzehnte Berufsleben vor sich hat. Das kann Auswirkungen darauf haben, welche Anlageformen in Frage kommen und wie viel Schwankung tragbar erscheint. Da diese Einschätzung stark vom Einzelfall abhängt, kann eine individuelle Beratung hier besonders sinnvoll sein.
Häufige Missverständnisse und Mythen
Rund um das Thema Geldanlage gibt es eine Reihe von Annahmen, die weit verbreitet, aber nicht unbedingt zutreffend sind. Einige davon können zu Fehleinschätzungen führen.
„Aktien sind nur etwas für Reiche"
Dieses Bild stammt aus einer Zeit, in der der Zugang zu den Finanzmärkten tatsächlich aufwendiger und kostspieliger war. Heute ist es grundsätzlich möglich, bereits mit vergleichsweise kleinen Beträgen in Aktien oder ETFs zu investieren. Ob das im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Situation ab.
„Anleihen sind immer sicher"
Anleihen werden häufig als „sichere" Anlageform bezeichnet. Das trifft in dem Sinne zu, dass sie in der Regel weniger stark schwanken als Aktien. Es bedeutet jedoch nicht, dass Anleihen frei von Risiko sind. Wie bereits beschrieben, können auch Anleihen an Wert verlieren, sei es durch Zinsänderungen oder durch einen Zahlungsausfall des Herausgebers.
„Investieren ist dasselbe wie Spekulieren"
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Investieren und Spekulieren häufig gleichgesetzt. In der Finanzwelt gibt es jedoch einen Unterschied. Investieren wird in der Regel mit einem längerfristigen Ansatz verbunden, bei dem eine bewusste Entscheidung auf Basis von Informationen getroffen wird. Spekulieren beschreibt eher kurzfristige Entscheidungen, die stark auf Kursgewinne innerhalb kurzer Zeiträume abzielen. Die Grenzen sind fließend, aber die Grundhaltung unterscheidet sich.
„Man muss den richtigen Zeitpunkt erwischen"
Die Vorstellung, dass es einen perfekten Zeitpunkt gibt, um einzusteigen oder auszusteigen, hält sich hartnäckig. Zahlreiche Untersuchungen und Erfahrungen aus der Praxis zeigen jedoch, dass zuverlässiges Timing dauerhaft äußerst schwierig ist, selbst für professionelle Anleger. In der Fachwelt wird daher häufig betont, dass die Dauer der Anlage in der Regel wichtiger sein kann als der Zeitpunkt des Einstiegs. Auch hier gilt jedoch, dass dies keine allgemeingültige Regel ist und der Einzelfall immer eine Rolle spielt.
„Dividenden sind geschenktes Geld"
Ein weit verbreitetes Missverständnis betrifft Dividenden. Häufig werden sie als eine Art Bonus wahrgenommen, der zusätzlich zum Aktienwert obendrauf kommt. Tatsächlich ist eine Dividendenzahlung jedoch eine Entnahme aus der Substanz des Unternehmens. Rund um den sogenannten Ex-Tag wird der Aktienkurs typischerweise um die Höhe der Dividende rechnerisch angepasst, wobei der tatsächliche Kurs auch von Angebot und Nachfrage beeinflusst wird. Das Vermögen des Anlegers verändert sich durch die Dividende allein also zunächst nicht grundlegend, es wird lediglich von einer Form (Aktienwert) in eine andere (Barvermögen) umgewandelt. Die steuerliche Behandlung und langfristige Wirkung können je nach Situation unterschiedlich ausfallen.
„ETFs sind kompliziert"
ETFs können auf den ersten Blick komplex wirken, insbesondere wenn Begriffe wie TER, Replikationsmethode oder Tracking Difference fallen. Die Grundidee ist jedoch vergleichsweise einfach. Ein ETF bündelt viele Wertpapiere in einem Produkt und bildet die Entwicklung eines bestimmten Index nach. Das Prinzip ist im Kern nicht schwieriger zu verstehen als das eines Sparkontos, auch wenn die Funktionsweise im Detail natürlich anders ist.
Hinweis
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit übernommen werden. Für Entscheidungen im Einzelfall oder bei speziellen Fragen empfiehlt sich eine Beratung durch qualifizierte Stellen, zum Beispiel eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt, eine Steuerberatung oder eine Verbraucherzentrale.
